Heil- und Wurzelwissen

Schule für Massage- und Kräuterausbildungen, schamanische Kurse und Frauenseminare

Warum ich Kräuterfrau wurde (Teil 4) mit Rezept für eine Blütenessenz

Meine Kindheit und Jugend waren also mit jeder Menge an Kräutern gut vorüber gegangen, und mit relativ wenig Interesse an dieser Materie startete ich ins Erwachsenenalter. Das änderte sich jedoch schlagartig, als ich meinen ersten Sohn zur Welt brachte und es sich herausstellte, dass er ein zartes, sensibles Wesen war, das kräutertechnisch einiges an Unterstützung brauchte. Das Gänseblümchen war (siehe Teil 1 der Artikelserie) ein wichtiger Begleiter durch seine frühe Kindheit, und das erste Wort, das er von sich gab – knapp nach Mama und Papa – , war „Mumele“, was soviel wie „Blumele“ (Tirolerisch für Blümchen) bedeutete.

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Während meines Sprachenstudiums waren Kräuter praktische Wegbegleiter und auch Hobby, aber erst viele Jahre später, als ich mich als Masseurin selbständig machte und der Vater meines zweiten Sohnes seine Wildnisschule gründete, kam mir das erste Mal in den Sinn, dieses umfassende Wissen beruflich einzusetzen. Meine Großmutter wurde 92 Jahre alt, und ich hatte Gott sei Dank noch eine Menge Gelegenheiten, meine Wissenslücken von ihr füllen zu lassen. Nebenbei machte ich noch mehrere Ausbildungen, die willkommene Ergänzungen erbrachten und alles wunderschön abrundeten: Ich lernte viel über ätherische Öle, ich verbrachte Stunden über Stunden, nach Geburtshoroskopen Parfüms zusammenzustellen, die die Persönlichkeit des jeweiligen Menschen unterstützen sollten, ich setzte alle Bachblüten selbst an und stürzte mich voller Begeisterung in die Erforschung neuer Essenzen, ich war am Seifensieden, Cremen und Salben mischen, ich liebte Baummeditationen und Räucherrituale. Und mein „endgültiger“ spiritueller Weg (als ewig Suchende probierte ich einiges) – der Schamanismus – zeigte mir die Pflanzenwesen von einer noch ganz anderen Seite.SAMSUNG

In den letzten 15 Jahren bot ich immer umfassendere Kräuterausbildungen an und lernte selbst weiter und weiter.

Für mich persönlich kristallisierten sich drei Gebiete heraus, die mir ganz besonders viel Freude bereiteten:
Das Destillieren (heute habe ich endlich meine wunderschöne neue handgeschmiedete 10-Liter-Kupferdestille bekommen, mit der ich nun auch etwas rentablere Mengen an ätherischen Ölen herstellen werde können!): Duft, Heilung, Freude, Schönheit in den Kräuterwässern entdecken, immer wieder neu und spannend.

Das Experimentieren mit Salben und Cremes und Lotionen: Wildkräuterpower in einer After-Sun-Lotion, in einer beruhigenden Augencreme, einem straffenden Gel gegen Striae (Bindegewebsrisse), einer Salbe gegen Herpes u.v.a.m.

Und immer wieder Blütenessenzen. In den letzten Jahren habe ich viele hergestellt, von denen ich noch immer nicht genau weiß, wofür oder -gegen sie wirken, aber eines Tages wird der Mensch vor mir stehen, für den ich sie einmal angesetzt habe…..

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Was genau sind Blütenessenzen, und wie stellt man sie her?

Blütenessenzen sind zwar feinstoffliche Medizinen, aber keine Homöopathika, d.h., man behandelt mit ihnen NICHT Gleiches mit Gleichem. Man lässt sich sehr intuitiv von der Ausstrahlung, der Signatur (dem äußeren Erscheinungsbild eine Pflanze) usw. leiten, wenn man wissen will, welche seelischen und auch körperlichen Befindlichkeiten durch sie ins Gleichgewicht, in Harmonie gebracht werden können.

Die Urtinktur für eine Blütenessenz stellt man folgendermaßen her:

  1. Sonnenmethode:
  • An einem sehr sonnigen Tag (Du musst Dir sicher sein, dass die Sonne ungetrübte 4 Stunden lang scheinen wird) stellst Du eine Schale mit Wasser in die Sonne (Element Feuer!) . Idealerweise sollte die Schale aus Keramik (Element Erde!) sein und das Wasser aus einer Quelle aus der nächsten Umgebung stammen.
  • Dann pflückst Du die Blüten, von denen Du die Tinktur machen willst, und zwar so, dass Deine Hände die Blüten nicht berühren (am besten, Du nimmst ein Blatt ebendieser Pflanze zwischen die Finger und pflückst damit).
  • Du legst dann die Blüten auf die Wasseroberfläche. Die Sonne hilft, wie auch natürlich die Luft, die Energie der Pflanze auf das Wasser zu übertragen.
  • Nach 4 Stunden seihst Du das Wasser ab und gibst die gleiche Menge hochprozentigen Alkohol dazu. Das ist die Urtinktur oder Mutteressenz.
  1. Kochmethode:frühling2010 101
  • Da manche Blüten bereits in der sonnenarmen Zeit erscheinen, kann hier nicht mit der Sonnenmethode gearbeitet werden.
  • Deshalb werden die Blüten oder auch holzigen Teile der Pflanze gleich nach der Ernte (siehe Sonnenmethode!) für 20 – 30 Minuten gekocht und nach dem Abkühlen gleich verfahren wie bei der Sonnenmethode.

Herstellung der Stockbottles (Konzentrate) und Einnahme-Fläschchen:DSC_3527

  • Für die Stockbottles gibst Du 1 Tropfen der Urtinktur in ein 10 ml Fläschchen mit z.B. Cognac, kann ruhig ein guter sein, und schüttelst es kräftig.
  • Für das Einnahme-Fläschchen gibst Du 12 – 15 Tropfen aus der Stockbottle auf ca. 20 ml Wasser-Alkohol-Gemisch (muss nicht so hochprozentig sein, wenn Du das Fläschchen recht bald leerst, ist nur zur Haltbarmachung).
  • Kurmäßig nimmst Du 4 x 4 Tropfen täglich aus dem Einnahmefläschchen ein – direkt auf die Zunge. Möchtest Du äußerlich anwenden, ist die Stockbottle besser.

Gänseblümchenessenz:

Wenn man dieses kleine Pflanzenwesen betrachtet, kommen einem gleich bestimmte Bilder und Gedanken hoch:

– zart und klein, aber widerstandsfähig.

– sonnig und fröhlich

– kindlich-unschuldig

– klar, einfach, spielerisch….

Wenn Ihr eine Gänseblümchenessenz nach obigem Rezept ansetzen wollt, könnte das eine ganz tolle Medizin für sehr verkopfte, zu wenig geerdete, äußerst komplizierte, hoch sensible und dadurch permanent sehr angestrengte Menschen sein. Es muss damit natürlich auch nicht immer ein bestimmter Typus behandelt werden, sondern man kann sich evtl. ja nur in einer solchen Lebensphase befinden. Das Gänseblümchen könnte helfen, wieder mehr Leichtigkeit und gleichzeitig gutes Geerdetsein ins Leben zu bringen!

Ich wünsche ein wundervolles Osterfest!

Susanne

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Samstag, 4. April 2015 und wurde abgelegt unter "Allgemein". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Du kannst hier einen Kommentar hinterlassen, oder einen Trackback senden von deiner eigenen Seite.

3 Kommentare

  1. Ebbert Ilka sagt:

    Danke toller Bericht.
    Danke für das Rezept nur wieviel Blüten auf wieviel Alkohol und wieviel
    Prozent Alkohol. 70 oder. 80 Prozent oder
    Es wäre nett wenn du mir das noch mailen könntes

    Ich hatte mich für einen Kurs bei dir vormerken lassen , kann aber nicht
    Bin auf Chemotherapie dauert noch lange.

    Herzlichst. Ilka

  2. Ebbert Ilka sagt:

    Hallo Danke für die info war sehr interessant ,
    Zu dem Rezept wieviel allgehol welche Stärke. Wieviel Blüten?

    Leider kann ich an deinen Kursen nicht teilnehmen habe noch länger Chemotherapie

    Herzliche Grüße ilka

  3. Susanne sagt:

    liebe ilka, danke für dein feedback.
    du nimmst so viel blüten, wie auf der wasseroberfläche platz haben. und der alkohol ist rein zum konservieren, also zwischen 70 und 96 % ist alles möglich, alles stark genug.
    ich wünsche dir viel kraft für die behandlung – melde dich, wenn ich etwas für dich tun kann!

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